Die acht unpaarigen Leitbahnen

Die acht unpaarigen Leitbahnen

Wasser

Die acht unpaarigen Leitbahnen sind für den Energieausgleich im Körper, bzw. in den Organen zuständig. Man kann sie mit Talsperren vergleichen. Ist irgendwo zu wenig Wasser, wird die Talsperre geöffnet um den Mangel an Wasser auszugleichen. Ist irgendwo zu viel Wasser, kann die Talsperre Wasser aufnehmen und damit die Situation ausgleichen. Genau dieses System verbinden die Organe mit den 8 unpaarigen Leitbahnen. Diese Leitbahnen haben eine stark ausgleichende Wirkung auf den gesamten Organismus.

Die Leitbahnen überwachen aber auch bestimmte Körperregionen. In diesen Regionen können bei Ungleichgewichten dann auch Krankheiten auftauchen.

Die Breite Trossstrasse

Diese Leitbahn entspringt den Nieren, somit kontrolliert sie maßgeblich alle Reproduktionsorgane.

Die Breite Trossstrasse zieht sich vom Sprunggelenk über das Knie, durch die Lendengegend über den Bauch bis in das Gesicht, wo sie einmal um das Maul herum geht.

Lenkergefäß

Das Lenkergefäß beginnt unter den Schweif, zieht sich über den Rücken und durch die Ohren bis an die Innenseite der Oberlippe. Dadurch verbindet es die Nieren mit dem Gehirn. Aufgrund dieser Tatsache sind neurologische Erkrankungen gut über das Lenkergefäß zu behandeln.

Da das Lenkergefäß aber auch den Rücken kontrolliert, muss man bei Rückenproblematiken auch immer an das Lenkergefäß denken.

Konzeptionsgefäß

Das Konzeptionsgefäß ist der Gegenspieler des Lenkergefäßes. Es beginnt unter dem Schweif, läuft über den Bauch, da wo das Pferd zusammengewachsen ist, durch die Vorderbeine bis in die Innenseite der Unterlippe. Das Konzeptionsgefäß ist ganz wichtig für die Empfängnis der Stute und die Potenz des Hengstes. Außerdem kontrolliert es auch die Bauchmuskulatur, die wiederum wichtig für den Rückenverlauf ist.

Gürtelgefäß

Das Gürtelgefäß läuft um den Hüftbereich des Pferdes. Es läuft somit quer zu allen anderen Meridianen und hat dadurch eine Schlüsselposition unter den Meridianen. Es teilt den Körper des Pferdes in zwei Teile. Wenn ein Reiter darüber klagt, dass es sich anfühlt, als ob das Vorderteil des Pferdes nicht zum Hinterteil gehört, dann muss auch immer an das Gürtelgefäß gedacht werden. Wenn im Lendenbereich ständig Wirbel verschoben sind, so dass schon wieder der Osteopath kommen muss, dann kann auch das am Gürtelgefäß liegen, da sich Energien vor und hinter dem Gefäß stauen und dadurch die Wirbel aus ihrer richtigen Position gedrückt werden.

Emporziehende Yang-Leitbahn

Sie versorgt die Außenseite der Beine und alle sonnenbeschienenen Teile des Körpers mit Energie. Sie hat starken Einfluss auf den Kopf und die Augen des Pferdes, auf die obere Lendenregion und auf die Schulter.

Haltenetz des Yang

Das Haltenetz gehört mit zur emporziehenden Yang-Leitbahn. Es hat einen Bezug zu den Ohren. Akute Erkrankungen wie z.B. Fieber können gut über das Haltenetz behandelt werden.

Emporziehende Yin-Leitbahn

Sie versorgt die Innenseite der Beine mit Energie und alle im Schatten liegende Bereiche des Körpers, speziell den Unterbauch und die Augen. Tränende Augen können auch immer im Zusammenhang mit einem Ungleichgewicht in dieser Leitbahn auftreten.

Haltenetz des Yin

Dieses Haltenetz gehört mit zur emporziehenden Yin-Leitbahn. Sie kontrolliert das Herz. Das Herz beherbergt in der chinesischen Medizin den Geist. Aufgrund dieser Beziehung kann man über dieses Haltenetz emotionale Störungen gut behandeln.

Über die emporziehenden Leitbahnen und deren Haltenetze kann man die rechte und linke Körperhälfte des Pferdes wieder ins Gleichgewicht bringen.