Heilkräuter

Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben. Entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder.

Albert Einstein

Energie

Ihren Ursprung nahm die chinesische Kräutermedizin in den Bergen des alten China. Dort suchten die daoistischen Einsiedler nach dem Lebenselexier, das dem Menschen Unsterblichkeit verleihen sollte. Erst im Laufe vieler Jahrhunderte fanden sie heraus, dass dieses Elixier real nicht existiert, sondern spirituell zu sehen ist und vom Menschen selbst kommen muss.

Auf ihrer Suche entdeckten sie jedoch, dass manche Kräuter durchaus heilende Wirkung besitzen und in richtiger Dosierung und Mischung für den Menschen sehr nützlich sind. Damit entstand die Kräutermedizin sozusagen als „Abfallprodukt“ auf der Suche nach dem Elixier der Unsterblichkeit.

In der TCM spielt die Kräutermedizin als ältester Zweig dieser Wissenschaft heute eine äußerst wichtige, wenn nicht sogar die wichtigste Rolle. Nach einer Legende ist die erste Systematisierung der Kräutermedizin dem Kaiser Shen Nung vor 5000 Jahren zu verdanken. Im 16. Jahrhundert verfasste der Arzt und Naturforscher Li Shizhen seine berühmte Abhandlung über die Kräutermedizin, die aus 52 Schriftrollen besteht. In diesen Schriftrollen sind 1892 Arzneien und mehr als 10 000 Rezepturen aufgeführt.

In der TCM steht nicht die Behandlung von Krankheiten im Mittelpunkt, sondern die Behandlung des energetischen Ungleichgewichtes des Patienten. Alle in der TCM verwendeten Heilkräuter besitzen eine natürliche Affinität zu einem bestimmten Organ und den entsprechenden Energien. Dadurch sind die Heilkräuter in der Lage, die Energiebalance wieder herzustellen.

Auszug aus: Lexikon der TCM, Komet Verlag GmbH, Köln