Sporthypnose

Was ist Sporthypnose?

Das Wort Hypnose ist abgeleitet von dem griechischen Wort für Schlaf, wobei diese Bezeichnung eher irreführend ist.
1843 verwendete der schottische Arzt James Braid das Wort Hypnose, für das, was er bei einer Vorführung des Franzosen Charles de Lafontaine 1841 erlebte. Als er später aufgrund eigener Experimente bemerkte, dass die Bezeichnung „Schlaf“ den Zustand des Menschen in Hypnose nicht beschreibt, war es schon zu spät, der Begriff hatte sich fest in den Wortschatz der Menschen eingeprägt.

Ist ein Mensch in Hypnose, ist sein Köper in einem Zustand der größten Entspannung und sein Unterbewusstsein extrem aufnahmefähig.

Dieser Zustand hat also nicht im Geringsten mit Schlaf zu tun. Es ist ein Zustand, dem wir in unserem täglichen Leben oft begegnen. Wir sind in eine Sache sehr vertieft und bemerken nicht, dass jemand das Zimmer, in dem wir uns gerade befinden, betritt. Wir sind mit dem Auto von A nach B gefahren, bei B angekommen, können wir uns an die eigentliche Fahrt nicht mehr erinnern. Unser Bewusstsein war so stark mit einer Sache beschäftigt, dass alles andere in dem Augenblick nebensächlich war.

Unser Gehirn ist in zwei Hälften aufgeteilt. Die Linke mit Sitz des Bewusstseins, die Rechte mit Sitz des Unterbewusstseins. Im Unterbewusstsein sind all unsere Gewohnheiten und Verhaltensmuster verankert. Das führt dazu, dass wir nicht immer wissen, warum wir uns gerade so oder so verhalten. Das Unterbewusstsein verknüpft Situationen, in denen es sich gerade befindet mit schon erlebten Situationen und erstellt daraus eine Reaktion.

Das Unterbewusstsein kann nicht unterscheiden, ob eine Situation gerade real stattfindet, oder ob sie nur in unserem Kopf durchgespielt wird. In Wissenschaftlichen Studien hat man herausgefunden, dass ein Sportler allein durch den Einsatz von Hypnose in deutlich kürzerer Zeit verschiedene Muskelgruppen trainieren und Bewegungsabläufe verfeinern kann.

Genau diesen Effekt nutzt man in der Sporthypnose.

Auch in unserer Sitzschulung wenden wir diese Technik an.
Durch Hypnose kann der Reiter lernen, sich auf sich selbst und die eigene Leistung zu konzentrieren und nicht auf das, was um ihn herum passiert.

Da im Reitsport Erfolge immer nur im Zusammenspiel mit dem hochsensiblen Partner Pferd erreicht werden können, ist es wichtig, dass man lernt, seine Gedanken und seinen Körper zu kontrollieren. Das Pferd ist immer der Spiegel dessen, was wir ihm vermitteln.

Anwendungsbeispiele für den Reiter: